Mit betrieblichen Präventionsprogrammen
können Unternehmen ihre
krankheitsbedingten Fehlzeiten
um 30 bis 40% reduzieren.

BAuA: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Wettbewerbsfaktor Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) gelangt als strategischer Wettbewerbsfaktor immer mehr ins Bewusstsein der Unternehmen. Demografischer Wandel, Rente mit 67, Fachkräftemangel, die Zunahme von Stress und Leistungsdruck in der modernen Arbeitswelt etc. sind Themen, die im Zentrum von BGM stehen. Aber auch psycho-soziale Aspekte wie Führung oder Unternehmenskultur spielen eine wichtige Rolle für die Gesundheit, Leistungsmotivation und Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter. Zukunftsforscher sind sich einig, dass im Betrieblichen Gesundheitsmanagement ein zentraler Wettbewerbsfaktor für die Zukunftsfähigkeit deutscher Unternehmen liegt, die kein anderes europäisches Land vor der Herausforderung stehen, mit zunehmend älter werdenden Belegschaften wettbewerbsfähig zu bleiben.

Kleinen und mittelständischen Unternehmen den Einstieg ermöglichen

Obwohl die Bedeutung des BGM offensichtlich ist, betreiben lediglich ca. ein Drittel aller deutschen Unternehmen systematisches und nachhaltiges BGM. Der Vorrang des Tagesgeschäfts, fehlende Erfolgsmodelle, ein unübersichtlicher Markt an Anbietern und vor allem fehlendes Knowhow sind die Hauptargumente für diese Zurückhaltung. Um diesen Hemmschwellen entgegenzuwirken, hat die MOVING Gesundheitsmanagement GmbH eine Strategie entwickelt, die darauf abzielt, Unternehmen, den Einstieg in BGM so leicht wie möglich zu machen. Dabei wird berücksichtigt, dass jedes Unternehmen unterschiedliche Voraussetzungen entsprechend Branche, Größe, Altersstruktur etc. aufweist und eventuell schon einige Maßnahmen im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung unternommen hat.

Verhaltens- und Verhältnisprävention

Die Strategie basiert auf dem von der Universität Bielefeld entwickelten sogenannten „Bielefelder Modell“. Dieses verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und betrachtet den Zusammenhang zwischen Arbeit und Organisation sowie der Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten. Es unterscheidet zwischen der Verhaltensprävention, d.h. dem eigenverantwortlichen Umgang des Mitarbeiters mit seiner Gesundheit und der Verhältnisprävention.

Bei der Verhältnisprävention geht es um die Frage, inwieweit die Arbeitsverhältnisse, denen die Mitarbeiter tagtäglich ausgesetzt sind, die Gesundheit fördern bzw. gefährden. Dabei geht es unter anderem um den Umgang mit Stress und Leistungsdruck in der digitalisierten Arbeitswelt, aber auch um Fragen der Arbeitsorganisation, der Führung, der Mitarbeitermotivation, des Betriebsklimas, der Unternehmenskultur, oder kurz: Wie kann ein Unternehmen seine Arbeitsverhältnisse so gestalten, dass die Mitarbeiter „Lust auf Leistung“ entwickeln, sich gerne für das Unternehmen engagieren ohne dabei Gefahr zu laufen, ihre Gesundheit zu gefährden.

In diesem Kontext wird verständlich, wie sich Arbeit und Gesundheit gegenseitig beeinflussen, und dass in einer gesunden Gestaltung der Arbeitsverhältnisse die größten Leistungsreserven eines Unternehmens liegen.

Unternehmen qualifizieren

Übergeordnetes Ziel von MOVING Gesundheitsmanagement ist, die Unternehmen zu qualifizieren und sie mit entsprechenden Kompetenzen auszustatten, um BGM mittelfristig eigenständig und unabhängig zu organisieren und professionell durchzuführen.

Die Bedeutung des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM)

Die Unternehmensberatung Booz & Company hat im Auftrag der Felix-Burda-Stiftung unter dem Titel „Vorteil Vorsorge: Die Rolle der betrieblichen Gesundheitsvorsorge für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland“ eine Studie veröffentlicht, die sich intensiv mit der Bedeutung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) für die deutschen Unternehmen beschäftigt. Diese Studie gibt in komprimierter und übersichtlicher Form einen guten Überblick über den aktuellen Stand des BGM, seine unterschiedlichen Aspekte sowie seine Handlungsfelder. Besonders für die deutschen Unternehmen, die wie in keinem anderen Land im Spannungsfeld zwischen zunehmend älter werdenden Belegschaften einerseits und einem Fachkräfte- und Nachwuchsmangel andererseits stehen, wird die Mitarbeitergesundheit in den kommenden Jahren zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor.

Vorteil Vorsorge (PDF)

Erfolgsfaktor Prävention

Über 2/3 aller krankheitsbedingten Fehlzeiten werden durch Zivilisationskrankheiten verursacht. Zivilisationskrankheiten (v.a. Herzkreislauf- und Stoffwechselkrankheiten, sowie Erkrankungen des Bewegungsapparates) sind kein unvermeidbares Schicksal, sondern entstehen meist durch einen unbewusst-fahrlässigen Lebensstil, basierend auf Bewegungsmangel, Überernährung, chronischem Stress, sowie den Risikofaktoren Nikotin und Alkohol. Dabei handelt es sich um Krankheiten, die durch einen gesünderen Lebensstil verhindert werden könnten. In der Forschung besteht Konsens, dass ca. 80% der Krankheiten in den Industrienationen lebensstil-bedingt und nur ca. 20% genetisch bedingt sind.

Herausforderung demografischer Wandel

Der demografische Wandel verschärft diese Situation und die voranschreitende Überalterung deutscher Belegschaften hat eine massive Auswirkung auf den Krankenstand. Das Risiko für Zivilisationskrankheiten steigt mit zunehmendem Alter sprunghaft an. Nach Untersuchungen des statistischen Bundesamtes springt in der Alterskohorte 55plus die Krankenquote branchenübergreifend im Schnitt auf über 15%. Bereits in 10 Jahren wird die Altersgruppe der 50- bis 65-Jährigen über 40% der deutschen Erwerbsbevölkerung ausmachen.

Erfolgsfaktor betriebliche Prävention

Die Unternehmen, denen es gelingt, ihre immer älter werdenden Belegschaften gesund und leistungsfähig zu halten, werden in Zukunft einen deutlichen Wettbewerbsvorteil haben. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) rechnet vor, dass 30 bis 40% der krankheitsbedingten Fehlzeiten durch betriebsinterne Präventionsprogramme vermieden werden könnten. Peter Oberender, Volkswirtschaftsprofessor an der Universität Bayreuth, spricht sogar von 76%.

Das Motivationsprogramm „MOVING – ab jetzt gesund!“

Ziel des Motivationsprogramms „MOVING – ab jetzt gesund!“ ist eine nachhaltige und dauerhafte Lebensstilveränderung der Mitarbeiter zu mehr Bewegung und gesünderer Ernährung. Im Kern steht das sogenannte „transtheoretische Modell zu Verhaltensveränderung“ (TTM), dem weltweit erfolgreichsten Modell zur Veränderung gesundheitsrelevanter Gewohnheiten.

Dynamischer Prozess

Dieses Modell geht davon aus, dass eine Verhaltensveränderung ein dynamischer Prozess ist, der gewisse Phasen durchläuft und einen Zeitraum von mindestens 10 Wochen benötigt. Danach ist der Gesundvorsatz - z.B. zweimal/Woche Joggen, Wasser statt Cola, regelmäßige Pausen etc. - in „Fleisch und Blut“ übergegangen. Eine neue Gewohnheit ist entstanden und die Basis gelegt, dass die Mitarbeiter dauerhaft gesünder leben und dieser gesunde Lebensstil zu einem festen Bestandteil des Alltags geworden ist.

Setting Unternehmen

Das Motivationsprogramm „MOVING – ab jetzt gesund!“ integriert neben dieser individuellen Anleitung zielgenau die Rahmenbedingungen des Settings Unternehmen.

Studien zeigen, dass sich Menschen leichter tun gesünder zu leben, wenn ein entsprechendes Umfeld vorhanden ist, das darüber hinaus noch zielgerichtet Maßnahmen anbietet. Vor allem „gesundheitsferne“ Mitarbeiter, d.h. diejenigen, die als Privatperson kaum auf ihre Gesundheit achten und noch wenig motiviert sind gesünder zu leben, lassen sich mit betrieblichen Gesundheitsförderprogrammen gut erreichen.

Unternehmensziel Gesundheit

Wenn dazu noch das Thema Gesundheitsförderung als Unternehmensziel ausgegeben wird, die Führungskräfte entsprechend vorangehen und noch ein betriebsinternes Anreizsystem hinzukommt, steht dem Erfolg nichts entgegen. Das Motivationsprogramm „MOVING – ab jetzt gesund!“ wird durch einen speziell entwickelten „Nachhaltigkeits-Index“ evaluiert, auf dessen Basis das gesunde Verhalten der Mitarbeiter rückwirkend für ein Jahr belohnt wird.

MOVING Workbook

Ein speziell entwickeltes Online-Workbook unterstützt die Mitarbeiter auf dem Weg in ein gesünderes Leben. Es vermittelt in einfacher und verständlicher Art, wie Verhaltensveränderung aus wissenschaftlicher Sicht funktioniert und welche Schalter man im Kopf zu betätigen hat, will man sich dauerhaft motivieren und einen gesunden Lebensstil zur Gewohnheit machen. Durch Ausfüllen entsprechender Fragebögen sorgt das 10-stufige Programm dafür, dass Mitarbeiter die Inhalte auf ihre persönliche Lebenssituation zuschneiden können, wodurch die Erfolgsaussicht entsprechend erhöht wird.

Interview mit Markus Hornig

Das Moving Workbook

Best practice

Best Practice

Ein bisher deutschlandweit einzigartiges Projekt im Rahmen betrieblicher Gesundheitsförderung fand in der Zeit 2009 bis 2011 bei der Erdölraffinerie der BP (British Petrol) am Standort in Lingen statt.

Ziel des Kooperationsprogramms zwischen der MOVING Gesundheitsmanagement GmbH, unter Leitung von Geschäftsführer Markus Hornig, und dem Zentrum für Prävention und Sportmedizin der Technischen Universität München, unter Leitung von Professor Martin Halle, war die Evaluierung des Motivations- und Lebensstilveränderungs-Programms „MOVING –ab jetzt gesund!“.

MOVING Gruppe

Im Zentrum stand die Frage in wie weit sich eine Lebensstilveränderung im Sinne von mehr körperlicher Aktivität im Alltag und regelmäßigem, zweimaligen Ausdauertraining pro Woche langfristig auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter auswirkt. Das Programm war auf ein Jahr angelegt und wurde von einem hochmodernen Gesundheitscheck zu Beginn und nach den 12 Monaten kontrolliert. Das Ergebnis: Von den über 350 Teilnehmern hatten sich bei über 40% die meisten medizinischen Parameter stark verbessert. Bei über 60% war eine deutliche Steigerung der körperlichen Fitness zu verzeichnen.


Kurzreport von Professor Martin Halle

Das sagen Vorstand und Betriebsrat


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